Grunderwerbssteuer sparen?

Jeder der ein Grundstück, egal ob bebaut oder unbebaut kauft, muss Grunderwerbssteuer bezahlen. Die Steuer wird nach dem Kaufpreis berechnet und beträgt davon 3,5%.

Wer sich ein Grundstück mit einem Haus kauft und dafür 300.000 Euro bezahlt muss 10.500 Euro Grunderwerbsteuer bezahlen. Diese Steuer muss innerhalb eines Monats bezahlt werden und erst danach wird von der Grunderwerbsteuerstelle eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt. Diese wird zur Eintragung ins Grundbuch benötigt.

Da der Kaufpreis als Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer dient, sollten Möbel die vom vorherigen Eigentümer übernommen wurden, wie z.B. die Einbauküche, Einbauschränke usw. im Kaufvertrag extra ausgewiesen sein, da man ansonsten auch dafür Grunderwerbsteuer bezahlt.

Eine Befreiung oder die Ermäßigung der Grunderwerbssteuer kann eventuell möglich sein, wenn das Grundstück von Verwandten aus der geraden Linie erworben wird aber auch bei Schenkung, Erbbaupacht, Überlassungsvertrag, Fusionen usw. Eine weitere Möglichkeit legal Steuern zu sparen ist, das Grundstück und das Haus getrennt zu kaufen, also nicht zusammen in einem Vertrag und auch nicht von ein und demselben Bauträger.

Wer das Grundstück von der einen Person, dem Grundstücksverkäufer, kauft und das Haus von einem Bauträger bauen lässt, kann in der Regel nachweisen das es sich um zwei verschiedene Personen handelt mit denen er die Verträge abgeschlossen hat nun das dem Finanzamt bei Nachfrage vorlegen. Oftmals werden die Bauherren falsch beraten und bekommen so zwei Verträge von ein und demselben Bauträger. Das Finanzamt nimmt aber Datenabgleiche vor, sieht wer nur für das Grundstück Grunderwerbssteuer bezahlt und wenn dieser Bauherr dann die Eigenheimzulage beantragt wird es nachfragen.