Erbschaftssteuer sparen?

Eine Möglichkeit die Erbschaftssteuer zu sparen, kennt jeder. Dazu muss man allerdings sein Vermögen bereits zu Lebzeiten an die Erben übertragen. Das nennt man die vorweggenommene Erbfolge. Wertzuwächse nach der Übertragung werden dann von der Erbschaftssteuer nicht erfasst. Die Kinder des Erblassers haben einen persönlichen Freibetrag von 205.000.00 Euro, der alle 10 Jahre wieder neu genutzt werden kann.

Bei Ehepaaren wirkt sich der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft positiv aus. Beim Tod eines Ehepartners ist der fiktive Zugewinnausgleich mit einem Viertel des geerbten Nachlasses Erbschaftssteuerfrei.

Lebensversicherungen bei denen ein Ehepartner als Bezugsberechtigter im Falle des Todes des anderen Ehepartners eingetragen ist sind nicht von der Erbschaftssteuer befreit. Um die Erbschaftssteuer zu sparen sollte der Vertrag geändert werden. Der Bezugsberechtigte Ehepartner sollte als Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter eingetragen werden, die versicherte Person bleibt aber der andere Ehepartner.

Die Auszahlung der Versicherungssumme beim Tod des Ehepartners ist in diesem Fall steuerfrei. Immobilien zu vererben oder zu verschenken wird zur Zeit noch steuerlich bevorzugt. Sie werden in der Regel mit nur 50% ihres Verkehrswertes vom Finanzamt bewertet. Zur Zeit wird vom Bundesverfassungsgericht geprüft ob diese Bevorzugung bei der Erbschaftssteuer verfassungsgemäß ist.

Wer vor der Gesetzesänderung seine Immobilien vererbt oder verschenkt, muss sich um eine Gesetzesänderung keine Gedanken machen, denn sobald der Steuerbescheid erlassen ist genießt man Vertrauensschutz. Wer sich Gedanken darüber macht wie er sein Vermögen am besten überträgt, so dass die Erben Erbschaftssteuer sparen, sollte sich von einem spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen.