Steuern sparen bei Abfindungen

Um für eine Abfindung nicht mehr Steuern als unbedingt nötig zu bezahlen gibt es einige Dinge die man beachten sollte. Die steuerlichen Begünstigungen sowie Freibeträge können nur in Anspruch genommen werden, wenn im Aufhebungsvertrag steht, dass das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber aus beendet wurde.

Die Abfinden sind ein Ausgleich für den Arbeitsplatzverlust und müssen im Aufhebungsvertrag gesondert ausgewiesen werden. Für alle anderen Zahlungen, wie zum Beispiel Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Provisionen usw. können keine steuerlichen Vergünstigungen in Anspruch genommen werden.

Die Höhe der steuerlichen Vergünstigungen hängen von jedem einzelnen Fall ab, aber umso größer die Differenz zwischen dem Jahresgehalt und der Abfindung ist umso höher ist auch die Ermäßigung. Ehepaare haben eine weitere Möglichkeit zum Steuern sparen bei Abfindungen. Falls das vorherige Gehalt des Partners der die Abfindung bekommen hat niedriger war als das des Ehepartners, sollte im Jahr der Abfindung jeder eine eigene Steuererklärung abgeben.

Weitere Steuervorteile haben abgefundene Arbeitnehmer, wenn sie einen Teil der Abfindung in eine private Rentenversicherung oder in eine Lebensversicherung einbezahlen. Sie können bis zu 1752 Euro, für jedes Jahr dass sie in dem Betrieb beschäftigt waren, einbezahlen und profitieren nochmals von Steuervorteilen. Die Einzahlung bei der privaten Rentenversicherung oder bei der Lebensversicherung muss allerdings direkt über den Arbeitgeber erfolgen.

Falls die Abfindung als Schmerzensgeld für eine Diskriminierung bezahlt wird ist der ganze Betrag steuerfrei. Zu beachten ist dabei dass die Diskriminierung belegt werden kann. Die Abfindung ist ein Geschenk vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer, damit soll er die Zeit überbrücken bis er wieder Arbeit hat oder bis er in Rente geht.